WAZ Buer
Mittwoch, 25. Oktober 2006:

Klage vor dem Arbeitsgericht:
Pfarrerin Sowa drohte damit, ...,
dass zwei Gruppen aufgelöst werden müssten. 
(im Kindergarten)




Aufruhr ???
( Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: Die EKD sehe in den Kindertageseinrichtungen einen 
"besonderen Schatz der Kirche" 
erklärte Huber auf einer Pressekonferenz)

Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, 
hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, 
von Gott ihm auch ohne Ablassbrief gegeben.

(Dr. Martin Luther These Nr. 37)


WAZ  2.11.2006 
Presbyter erteilen Gläubigem Hausverbot !

Pfarrerin Kirsten Sowa.:
Droht sie ihm auch "polizeiliche Gewalt"an

Link: Zitate Nächstenliebe

Link:
http://basisreligion.reliprojekt.de/
naechstenliebe.htm

 

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Link zur WAZ:

Donnerstag, 02. November 2006

Presbyter erteilen Gläubigem Hausverbot

 

Fühlt sich persönlich angegriffen: Pfarrerin Kirsten Sowa.

Gremium der evangelischen Markus-Gemeinde Hassel wirft 47-Jährigem vor, kirchliche Gebäude für Aufruhr zu nutzen. Harald Ahnfeldt hatte Flugblätter gegen Hausmeister-Kündigung verfasst

Flugblätter, Unterschriftensammlung, Arbeitsgerichtsprozess: Das war früher. Nun erreicht der Streit um die Sparmaßnahmen in der evangelischen Markus-Gemeinde Hassel eine neue Qualität. Das Presbyterium hat einem Gemeindeglied Hausverbot erteilt, weil es kirchliche Liegenschaften nutze, um für Aufruhr zu sorgen.

Seit dem 23. Oktober darf Harald Ahnfeldt Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten nicht mehr betreten, weil er "das Presbyterium und seine Vorsitzende in der Öffentlichkeit angegriffen und verunglimpft" sowie versucht habe, die Presbyter "unter Druck zu bringen und die Gemeinde gegen das Presbyterium und die Ortspfarrerin auf(zu)wiegeln", heißt es im Schreiben von Pfarrerin Kirsten Sowa an den 47-Jährigen. Dabei droht sie ihm auch "polizeiliche Gewalt" an, falls er sich nicht an das Hausverbot halten sollte.

Einen Anlass gebe es, so Sowa, nicht für diese Maßnahme, die nach Angaben des Kirchenkreis-Öffentlichkeitsreferats äußerst selten sei. Sondern viele Anlässe: Nachdem dem Gemeinde-Hausmeister gekündigt worden war, verfasste Ahnfeldt Ende September ein Protest-Flugblatt. Darin macht er die Pfarrerin persönlich verantwortlich für den "Niedergang" einer "viel gelobten Gemeinde-, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit" sowie dafür, dass der Hausmeister ein "Sozialfall" werde.

Zudem habe Ahnfeldt sich an einer Unterschriften-Aktion gegen die Kündigung beteiligt und in Briefen an die Presbyteriums-Mitglieder diesen vorgeworfen, sich Kirsten Sowa nicht entgegen gestellt zu haben. Dabei soll er vertrauliche Daten über Gemeinde-Finanzen verwendet haben.

Das Votum für das Hausverbot sei - wie die Kündigung - einstimmig gefallen. Die Pfarrerin räumte aber ein, dass ein Presbyter aus Protest gegen die Kündigung zurückgetreten sei.

Ahnfeldt wiederum, Vorstandsmitglied der EAB, sieht seine Aktivitäten als durchaus legitim an. Er vergleicht das Hausverbot mit dem "Kirchenbann" und bedauert es, "von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit und der Seelsorge ausgegrenzt" zu sein.

Seine EAB-Kollegen weiß er hinter sich: Sie beraumten Dienstag eine Sitzung an, nicht im Gemeinde-, sondern im Erler-Haus. Ahnfeldt setzt nun auf die Fürsprache des EAB-Landesverbandes und der Hasseler SPD, um das Hausverbot aufzuheben. Das Landeskirchenamt bat er um eine Stellungnahme.

Viel Hoffnung hat er nicht. "Es ist zu schwierig. Frau Sowa sieht in mir eine Gefahr."

01.11.2006   Von Christiane Rautenberg