Berlin/Stuttgart –Vertreter von Kirche und
Diakonie haben Wirtschaft und Politik zu stärkeren Anstrengungen im
Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit aufgerufen. Auch Menschen mit
niedriger Qualifikation und ältere Arbeitnehmer müssten finanzierbare
Arbeitsplätze bekommen, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, der «Berliner Zeitung».
Der neue Präsident des Diakonischen Werkes, Klaus-Dieter Kottnik,
forderte mehr Ausbildungsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche.
Vielfach würden diese in diakonischen Betrieben gut auf die Arbeitswelt
vorbereitet, dann erhielten sie aber von Arbeitgebern keine Chance. Die
Wirtschaft dürfe nicht länger stolz sein, wenn sie Arbeitsplätze
abbaue und zugleich Renditen steigere, kritisierte Huber.