
Artenschutz falsch verstanden
Die Kircheninitiative setzt sich für eine faire Kirche mit
Zukunft ein
Die Zahlen der Landeskirche für
die Verteilung der Finanzmittel der nächsten Jahre sind bekannt
gegeben und sind katastrophal. Die Verwaltungen und
Kreissynodalvorstände in vielen Kirchenkreisen schlagen Alarm. Denn
viele Arbeitsbereiche sind in ihrer Existenz bedroht.
Dabei ist das Problem hausgemacht, neben der Wirtschaftsflaute,
der Steuerentwicklung und dem Gemeindegliederschwund, macht uns ein
Pfarrerüberhang von mindestens 600 Personen schwer zu schaffen.
Pfarrer haben einen beamtenähnlichen Status und können nur schwer
gekündigt werden. Eine Verdrängung der angestellten Berufsgruppen
ist die Folge. Dazu kommt noch eine nicht ausreichende Deckung der
Pensionskassen für die Kirchenbeamten und Pfarrerinnen und Pfarrer,
die nun auch noch aus dem laufenden Haushalt gezahlt werden müssen. Eine
zu geringe Clearingrücklage (Ausgleichszahlungen an andere
Landeskirchen, wenn jemand umzieht) verschärfen die Situation weiter.
Diese Summe fehlt den Kirchenkreisen und letztendlich den
Gemeinden für die laufende Arbeit. Das können sie nicht weiter
verkraften. Kündigungen sind die Folge.
Es müssen Angestellte gekündigt werden, weil das geplante Geld
für die Pfarrerinnen und Pfarrer nicht ausreicht. Es gibt mind. 600
Planstellen zuviel. Eine Veränderung der Lage ist nicht in Sicht,
auf die Arche dürfen nur Pfarreinnen und Pfarrer.
Die Kircheninitiative organisiert den Widerstand gegen diese
Fehlentwicklung und setzt sich für die Vielfalt der Berufgruppen
ein.